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Whisky-Guide

Auf den Spuren des schottischen Klassikers

Whisky wird schon seit vielen hundert Jahren getrunken. Doch was macht diese Spirituose so besonders? Das Wichtigste zuerst: Jeder Whisky hat einen absolut individuellen Geschmack. Einfluss auf die komplexe Aromastruktur nimmt natürlich die Lagerung im Holzfass – meist in ehemaligen Sherry- oder Weinfässern. Aber auch die Umgebung, in der ein Whisky hergestellt wird, sowie das verwendete Wasser und Getreide spielen eine Rolle. Whisky ist ein besonders facettenreiches Getränk, das nie aus der Mode kommt. Im Folgenden möchten wir einige Fragen zum Whisky beantworten.

Was ist das Besondere an Whisky?

Fragen zum Whisky

Was ist das Besondere an Whisky?

*India Pale Ale (Abkürzung: IPA) ist ein besonders fruchtig-hopfiges Bier, von dem weltweit inzwischen über 200 Sorten angeboten werden. In diesen Fässern gelagerter Whisky kann auch hier von den Aromen des Biers profitieren.

Das Besondere ist der langwierige Prozess der Whisky-Herstellung, denn jeder Whisky muss nach der Destillation für mehrere Jahre in Eichenfässern gelagert werden.

Dieser Reifeprozess ist notwendig, weil der frisch destillierte Whisky noch nicht trinkbar ist. Außerdem bauen sich dadurch unangenehme und störende Aromen ab. Bei der Lagerung im Fass erhält das Getränk schließlich auch angenehme Aromen wie z. B. Vanillin, die das Holz abgibt. Mit jedem weiteren Jahr der Lagerung verstärkt sich das spezielle Aroma, deshalb schmeckt ein fünf Jahre gelagerter Whisky völlig anders als ein 20 Jahre alter Whisky.

So haben das Holz und der Nachklang von Spituosen, die zuvor in diesem Fass gelagert wurden, direkten Einfluss auf den einzigartigen Geschmack des Whiskys. Die Herstellung und Restaurierung von geeigneten Eichenfässern für die Whisky-Lagerung wird von einem Küfer übernommen. Da die Nachfrage nach recycelbaren Fässern entsprechend groß ist, experimentieren manche Whisky-Hersteller inzwischen sogar mit ehemaligen India-Pale-Ale-Fässern*.

Was ist der Unterschied zwischen Single Malt und Blended Whisky?

Single Malt Whisky

  • Whisky stammt aus nur einer Destillerie
  • wird zu 100 % aus gemälzter Gerste hergestellt
  • allerdings: Mischung unterschiedlicher Chargen möglich
  • das schottische Original ist Vorbild für alle anderen Whiskys

Blended Whisky

  • Mischung aus bis zu 16 verschiedenen Single Malts
  • 20 bis 25 % Malt Whisky, 70 % Grain Whisky (verschiedene Getreidesorten)
  • früher: einzige Möglichkeit, um neue Whiskys zu kreieren
  • heute: Geschmack der Single Malts abmildern
  • viele kleine Unternehmen, die keine Destillerie betreiben
  • größter Markt für Blended Whisky ist Taiwan

Was sollte man über schottischen Whisky wissen?

  • Die Gerste für schottische Whiskys wird über Torffeuer getrocknet.
  • Der schottische Whisky wurde 1494 in der Steuerliste von König James IV. erstmals erwähnt.
  • Der Whisky wurde auch mit lokalen Zutaten wie Heidekraut, Lavendel oder Honig versetzt, um den Geschmack zu verfeinern.
  • Es gibt fünf schottische Whiskyregionen: 
    • Highlands und Islands (größte Whiskyregion Schottlands)
    • Lowlands und die "Whiskystadt" Campbeltown
    • Speyside (Heimat für über die Hälfte der schottischen Destillerien)
    • Islay (berühmt für seine torfigen Whiskys)
  • Jede der über 100 Brennereien kreiert einen Whisky mit ganz individuellem Geschmack.

Was sollte man über irischen Whiskey wissen?

  • Irischer Whiskey wird im Gegensatz zu schottischem Whisky einmal mehr destilliert, nämlich dreifach.
  • Irischer Whiskey wird auch Single Pot Still Whiskey genannt.
  • Whiskey schmeckt würziger und öliger als schottische Whiskys.
  • Es werden ungemälzte (Rohfrucht) und gemälzte Gerste (jeweils mindestens 30 %) gemischt, und es dürfen auch bis zu 5 % andere Getreidesorten verwendet werden.
  • Da 1785 eine Steuer auf gemälzte Gerste erlassen wurde, hat man sich mit ungemälzter Gerste beholfen.
  • Zu Hoch-Zeiten gab es 93 Brennereien, aktuell sind es noch 21.
  • Irischer Whiskey erlebt seit der Jahrtausendwende ein Revival mit allerhöchsten Zuwachsraten.

Was macht einen guten Whisky aus?

  • Alter und Preis sind bei Whisky ein wichtiges Kriterium: Der Whisky-Geschmack wird komplexer, je länger er im Whisky-Fass heranreift. Die Reife- und Lagerzeit machen alte Whiskys natürlich teurer.
  • Schottische Whiskys und irische Whiskeys brauchen außerdem eine längere Reifezeit als in anderen Teilen der Welt. Das liegt an den klimatischen Bedingungen im kühleren Norden.
  • Ältere Whiskys haben einen komplexeren, milderen und weicheren Geschmack: Der Alkoholgehalt nimmt mit dem Alter ab, und es werden mehr Fassaromen angenommen.
  • Jüngere Whiskys sind kräftiger, rauchiger und stärker. Das liegt nicht nur am höheren Alkoholgehalt, sondern auch daran, dass sich noch mehr der ursprünglichen Aromen aus der Destillation in ihnen gehalten haben.
  • Bei THE BRITISH SHOP finden Sie Whiskys, die zwischen 10 und 25 Jahre alt sind. Das Mindestalter für Whiskys beträgt 3 Jahre.
  • Die Farbe eines guten Whiskys sollte schön golden sein. Allerdings greifen manche Destillerien auf einen Trick zurück: Sie färben ihren Whisky mit Zuckercouleur. Deshalb findet sich auf manchen Whisky-Flaschen der Hinweis, dass der Whisky nicht mit Zuckercouleur gefärbt wurde.

Mit oder ohne Eis?

Wie trinkt man Whisky?

In wärmeren Regionen wird Whisky gern mit Eiswürfeln getrunken. Allerdings sollten Sie in gemäßigten Breiten, wo keine brütende Hitze herrscht, darauf verzichten, denn Eis blockiert den Whisky-Geschmack zweimal: Es betäubt den Gaumen und verschließt außerdem die Aromen im Whisky, die erst beim Schmelzen der Eiswürfel wieder freigegeben werden. Andererseits lassen sich mit der Zugabe von Eis auch stärkere Aromen abschwächen.

Der Alkohol selbst betäubt natürlich auch die Geschmacksrezeptoren, und da Whiskys meist einen Alkoholgehalt von über 40 % haben, kann es sinnvoll sein, den Whisky mit etwas Wasser zu verdünnen. Außerdem ist da noch die Frage der idealen Trinktemperatur.

Nicht nur bei Tastings ist es ratsam, starken Whisky zu verdünnen. Ältere und leichtere Whiskys können allerdings zusammenfallen, wenn sie mit Wasser verdünnt werden. Sie sollten deshalb nur Whisky mit einem Alkoholgehalt von über 40 % mit Wasser mischen. Am besten fügen Sie mit einer Pipette nur kleine Mengen hinzu. Dabei sollte das Wasser so rein wie möglich sein. Quellwasser oder gefiltertes Leitungswasser bietet sich an. Mischen Sie keinesfalls Whisky mit Mineralwasser, denn das könnte wegen des Eigengeschmacks des Mineralwassers den Whisky-Geschmack verfälschen.

Und die ideale Trinktemperatur? Ganz einfach – Raumtemperatur. Die meisten Whisky-Liebhaber bevorzugen 18 Grad Celsius. Bei dieser Temperatur wird der Geschmack am deutlichsten wahrgenommen. Ist der Whisky zu kalt, können Sie das Whiskyglas mit den Händen anwärmen.

Womit kann man Whisky mixen?

Auch wenn die Puristen, die Whisky am liebsten nur straight (pur) trinken, das jetzt nicht gerne lesen: Whisky lässt sich mit fast allem mischen! Wichtig ist dabei allerdings, dass die Aromen der verschiedenen Getränke mit dem Whisky-Aroma harmonieren. Klassiker solcher Mixgetränke sind Whisky-Cola und Whisky mit Ginger Ale oder Ginger Wine.

Zu torfigen Single Malts passen grüner Tee, Apfelsaft, aber auch Cola. Diese Mischung wird auch Smokey Cokey genannt. Wer es weniger süß mag, kombiniert zu eher fruchtigen und würzigen Single Malts oder Blended Whiskys Sodawasser oder Ginger Ale. Und zu Irish Whiskey passt ebenfalls Ginger Ale oder auch Kaffee in der berühmten Mischung "Irish Coffee" mit Sahne.

Klassische Cocktails mit Whisky sind der Rob Roy, ein Cousin des Manhattan, der Old Fashioned und Sazerac. Leichtere Cocktails mit Whisky gibt es ebenfalls: Dazu zählen Whisky Sour, Mint Julep und Blood & Sand.

Zu welchem Essen passt Whisky?

Bei allen Speisen, zu denen Whisky getrunken werden kann, sollte das Aroma der Lebensmittel mit dem Aroma des Whiskys harmonieren. 

  • Whisky & Vorspeisen:
    • Zu Salami und Parmaschinken passt ein süßer Single Malt wie der Balvenie.
    • Die scharfe Chorizo passt am besten zum süßen Bourbon Whiskey.
    • Einen 12 Jahre alten Old Pulteney sollten Sie zu Räucherlachs kombinieren.
  • Whisky & Hauptgerichte:
    • Leichte Whiskys wie Single Grain und feinere Single Malts harmonieren gut zu leichten Speisen wie Nudeln mit Sahnesauce oder Fisch.
    • Zu üppigen Hauptgängen mit kräftigen Saucen und rotem Fleisch empfehlen sich stärkere Single Malts mit einem höheren Alkoholgehalt.
    • Torfige Whiskys aus Islay wie der Caol Ila passt am besten zu Gerichten mit Schalentieren wie Hummer und Garnelen.
  • Desserts & Käse:
    • Süße Desserts, wie die klassische Crème brûlée, passen perfekt zu irischem Whiskey.
    • Hartkäse passt zu fast allen Whiskys.
    • Weichkäse wie Brie oder Gogronzola genießen Sie am besten mit einem irischen Single Pot Still Whiskey.
    • Zu einem starken Roquefort passt wiederum ein torfiger Single Malt, zum Beispiel ein 16 Jahre alter Lagavulin.

Herausforderungen stellen starke Gewürze wie Knoblauch, Chili und Wasabi dar. Sie konkurrieren mit dem Geschmack des Whiskys und sollten dementsprechend sparsam eingesetzt werden.

Gegrilltes oder gebratenes Fleisch verträgt am besten den Bourbon Whiskey als Partner. Traumpartner hingegen sind Whisky und dunkle Schokolade. Deshalb finden Sie bei THE BRITISH SHOP häufig Pralinen und andere Süßigkeiten, die mit Whisky angereichert sind.

Für jede Saison den passenden Whisky

oder: Wann sollten Sie besser keinen Whisky trinken?

Genauso wie bestimmte Whiskys zu einem bestimmten Essen passen, lassen sich Whiskys auch verschiedenen Jahreszeiten zuordnen. Leichtere Whiskys mit Zitrusnoten werden mit Vorliebe im Sommer getrunken. In der kalten Jahreszeit werden eher stärkere und würzigere Whiskys wie die torfigen Single Malts aus dem Barschrank geholt. Hier unsere Vorschläge für die verschiedenen Jareszeiten:

  • Frühling: Auchentoshan, Loch Lomond, Bain's und Mellow Corn
  • Sommer: Arran, Green Spot, Larceny und Starward
  • Herbst: Springbank, Stork Club, Redbreast und Few
  • Winter: Kilchoman, Connemara, Koval und Amrut

Wann sollten Sie keinen Whisky trinken? Ganz klar – wenn Sie wütend sind. Whisky kann Stimmungen verstärken und Alkohol nimmt Hemmungen und Ängste – da ist Wut wirklich kein guter Trinkkumpan.

Whisky für alle

Wer ist der ideale Whisky-Genießer?

Whisky ist ein Getränk, das am besten in Gesellschaft genossen wird. Zur Frage, für wen Whisky überhaupt in Frage kommt, treffen Sie auf zwei Extreme: Den Whisky-Liebhaber und den Whisky-Hasser.

Wie immer sammeln sich aber die meisten Zeitgenossen in der Mitte, und diese können als die Whisky-Interessierten bezeichnet werden: Das sind Menschen, die schon einmal Whisky getrunken haben und neugierig sind. Diese Whisky-Interessierten sind eine gute Gesellschaft, weil Sie diese als Gastgeber mit Ihren Kenntnissen und Angeboten zur richtigen Zeit für Whisky begeistern können. Schwieriger wird es mit Whisky-Hassern. Hier sollten Sie besser auf Mixgetränke setzen, die den Gaumen nicht überfordern. Und mit einem Whisky-Liebhaber können Sie Ihre Leidenschaft teilen, neue Whiskys probieren und Ihr Wissen vertiefen.

Whisky-Punsch

Ist Whisky gut für die Gesundheit?

Wenn man den Schotten glauben will, dann ja. Die Geheimwaffe gegen Erkältungen ist der Hot Toddy, eine Kombination aus Whisky, Wasser, Zitronensaft und Honig.

Der Alkohol im Whisky weitet die Blutgefäße und hilft dem körpereigenen Immunsystem, den Infekt zu bekämpfen. Außerdem wirkt er antiseptisch. Als Heißgetränk fördert der Whisky-Punsch die Schleimbildung und hilft dabei die Schleimhäute abschwellen zu lassen, während der Honig den kratzenden Hals beruhigt.

Hier ein Rezept für den schottischen Erkältungs-Drink: Geben Sie 50 ml Whisky in ein Glas und fügen den Saft einer Zitrone hinzu. Dazu kommt ein Teelöffel Honig und eine Bio-Zitronenscheibe mit Gewürznelken gespickt. Zum Schluss gießen Sie alles mit heißem Wasser auf – fertig ist das schottische Hausmittel gegen Erkältung und Grippe.