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William Morris & Co.

Designer of All Beautiful Things

In der viktorianischen Ära gehörten William Morris und seine Firma Morris & Co. zu den bekanntesten englischen Innenarchitekten. Lukrative Aufträge wie die Inneneinrichtung der Waffenkammer und des Gobelin-Saals im St. James Palast trugen ebenso zum Bekanntheitsgrad der Firma bei wie die hohe künstlerische und handwerkliche Qualität der Textilien und Möbelstücke. Für seine Textilien kehrte William Morris in Zusammenarbeit mit einem lokalen Färber zu alten Herstellungsprozessen zurück, die es vor der Industrialisierung gegeben hatte. Mit dieser Rückbesinnung war er zugleich auch Begründer der Arts and Crafts-Bewegung, die sich Mitte des 19. Jahrhunderts um sein Werk bildete. Bekannte Künstler wie John Ruskin und einige Maler der Präraffaeliten wie Edward Burne-Jones und Dante Gabriel Rossetti gehörten ebenfalls der neuen Kunstbewegung an.

Künstlerinnen und Künstler des Fin de Siècle und Jugendstils wurden von den Designs der Arts and Crafts-Bewegung beeinflusst. Unter ihnen der amerikanische Designer Louis Comfort Tiffany bekannt für seine gleichnamigen Lampen und Walter Crane, Designer für Liberty of London.

 

Accessoires im William Morris Design bei THE BRITISH SHOP

Arts & Crafts Architektur

Auch wenn das Arts & Crafts Movement seinen größten Einfluss im Bereich des Interieurs ausübte, so gibt es doch einige Häuser und Gärten, die von den Ideen der Arts and Crafts-Bewegung gestalterisch beeinflusst wurden. Insbesondere die beiden Häuser, die William Morris bewohnte – The Red House in Kent und Kelmscott Manor in den Cotswolds – sind noch heute beeindruckende Beispiele der Verbindung zwischen (Innen-)Architektur und Gartengestaltung.

Viele Möbelstücke, die nach Entwürfen von Morris & Co. restauriert wurden, lassen sich z.B. im "Green Room", dem Wohnzimmer besichtigen. Im ersten Stock befinden sich sogar noch die Original-Tapeten. Prunkstück der letzten Residenz von William Morris ist aber das Ehebett aus 400 Jahre altem Eichenholz. Der Behang wurde übrigens von seiner Tochter May Morris entworfen. Der Cottage Garten ergänzt perfekt den ländlichen Charakter von Kelmscott Manor.

William Morris´ "Palace of Art"

"The Red House", das "Rote Haus" in Bexleyheath, Kent hat William Morris zusammen mit seinem Freund Philip Webb als neues Heim für sich und seine Frau Jane Morris selbst entworfen. Es steht noch heute und viele Möbel des Hauses wurden ebenfalls von William Morris designt. Der mittelalterliche Garten wurde harmonisch zum gotischen Design des Hauses angelegt. Haus und Garten sind so eng miteinander verbunden, dass im Spätsommer sogar die Äpfel durch die Fenster hereinfallen. Die gothische Architektur des Hauses beeinflusste viele spätere progressive Architekten wie Charles Voysey und Charles Rennie Mackintosh. Beeindruckend ist auch das Interieur mit Wandmalereien der Präraffaeliten Rossetti und Burne-Jones. Morris nannte diese Haus in dem er und seine Frau sechs Jahre lang lebten, seinen "Palace of Art". Wer mehr über das Leben von William Morris erfahren möchte, kann diesen sehr ausführlichen Beitrag auf Londontopia lesen. 

Zwei weitere Beispiele für Anwesen und Herrenhäuser, die noch heute mit Möbeln und Heimtextilien von Morris & Co. ausgesttattet sind, wollen wir Ihnen nicht vorenthalten: Standen House in Sussex und Wightwick Manor in Wolverhampton.

 

The Red House in Bexleyheath, Kent. Eines von den Häusern in denen William Morris mit seiner Frau Jane Morris wohnte.

"Der Erdbeerdieb"

Das bekannteste Motiv von William Morris

Die größte Inspiration – neben seinen Reisen durch Europa – zog William Morris aus der Beobachtung der Natur in seiner direkten Umgebung, von Farben und Formen der Pflanzen in seinem Garten in Kelmscott Manor. So wurde er zu dem in England sehr beliebten Motiv des "Strawberry Thief" (Erdbeerdieb) durch die Drosseln in seinem Garten inspiriert. Vom Küchenfenster aus konnte er nämlich beobachten, wie die Vögel die Erdbeeren aus seinem Garten stahlen. Das Motiv wurde damals als Textiltapete und als Stoffbezug für Polsterstühle von Morris & Co. verwendet. Es gehört bis heute zu den beliebtesten und bekanntesten Motiven der William Morris Gallery

Insgesamt stammen dreißig der bis heute verwendeten Dessins der Firma unmittelbar von William Morris. Viele von ihm entworfene Möbelstücke und Dessins sind zu Klassikern geworden und werden im Victoria & Albert Museum ausgestellt.