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Rosenpflege leichtgemacht

Rosen sind dankbare Pflanzen: Einmal gepflanzt, benötigen Sie nicht viel Pflege und verleihen einem Garten über Jahrzehnte hinweg einen ganz besonderen Charakter. Unsere Mitarbeiterin Lucie Prinz hat vor einigen Jahren ein Haus mit bereits bestehendem Rosengarten übernommen. Hier berichtet sie, wie sie ihre Rosen mit Hilfe unserer Produkte ohne viel Aufwand pflegt. 

So schnell schreitet das Jahr voran: Schon ist wieder Juni und die Rosen stehen in voller Blüte. Rund ums Haus gibt es insgesamt 10 Rosenstöcke: Neben Kletterrosen, die den Eingang zu unserem Garten umranken oder in einer betörend duftenden Variante die Südwand bedecken, gibt es auch klassische Rosenstöcke in Dunkelrot und Rosa, die den Vorgarten von Frühsommer bis Oktober mit ihrer Blütenpracht schmücken.
 

5 Pflegetipps für Rosen

  • Frühjahr: Boden lockern & zum ersten Mal düngen
  • Sommer: abgeblühte Blüten & Wildtriebe entfernen, Rosendünger
  • Rosenschädlinge bekämpfen: Rosenrost wegschneiden, natürliche Feinde und Schachtelhalmsud gegen Blattläuse, Milch gegen Mehltau
  • Beste Pflanzzeit im Herbst während der Winterruhe

Welche Pflege brauchen Rosen im Frühjahr?

Es scheint erst wenige Tage her zu sein, als ich mich in diesem Jahr zum ersten Mal um die Rosen gekümmert habe: Im März habe ich an einem trockenen, nicht mehr so kühlen Tag die Stöcke auf Schäden geprüft und rund um die Pflanzen den Boden gelockert. Das ging sehr gut mit der Rosengabel von Sorby & Hutton.

Diese gleicht einem zierlichen Spaten, hat aber zwei Spitzen am Ende, so dass sich dieser Helfer leicht in den Boden treiben lässt, ohne das Wurzelwerk des Rosenstocks zu verletzen. Bei der Gelegenheit habe ich in die gelockerte Erde ein bisschen organischen Dünger eingearbeitet. Hier verlasse ich mich seit Jahren auf den speziellen Rosendünger von David Austin, dem Züchter der legendären englischen Rosen (von dem auch die Kletterrosen stammen). Damit war meine Rosenpflege für das Frühjahr abgeschlossen.

Die richtige Pflege für gesunde Rosen im Sommer

Jetzt im Frühsommer bekommen die Pflanzen noch einmal eine Portion Dünger, das reicht für den Rest des Jahres. Es ist für mich eine der schönsten Sommerpflichten, einmal pro Woche "meine" Rosen zu pflegen. Ich schneide regelmäßig alle abgeblühten Blüten aus, denn das regt nach der ersten Blüte der Strauchrosen das Austreiben weiterer Blüten an. Auch neue Triebe, die der Pflanze nur Kraft kosten aber keine Blüten tragen (Wildtriebe), schneide ich möglichst knapp über dem Boden aus. Hierbei schützen mich die wunderschönen und sehr praktischen Rosen-Handschuhe mit langem Schaft von Bradley's. Für den Rückschnitt und das Entfernen der langen Triebe kann ich die Gartenschere von Burgon & Ball nur empfehlen: Sie liegt sehr gut in der Hand und lässt sich leicht reinigen und schleifen.

Mit welchen natürlichen Mitteln bekämpfe ich Rosenschädlinge?

Leider gibt es auch bei den besten Rosensorten diverse Krankheiten, die schön blühende Rosen im heimischen Garten verhindern. Zum Glück gibt es einige natürliche Mittel gegen Rosenschädlinge. Eventuell aufkommenden Rosenrost (erkennbar an dunklen, runden Punkten auf den Blättern) bekämpfe ich nicht mit Giften – ich schneide die befallenen Blätter einfach laufend weg, dann verbreitet sich der Rost nicht so schnell. Blattläuse sind bei mir im Garten leider auch manchmal zu finden, weil ich nicht zu allen Stöcken Lavendel pflanzen kann. Lavendel ist übrigens der beste Begleiter für Beetrosen und blühende Strauchrosen. Einige Insekten wie Marienkäfer und Ohrwürmer sind natürliche Feinde der Blattläuse. Mit einem Ohrwurmtopf locken Sie die nützlichen Insekten in Ihren Garten.

Wenn das alles nichts hilft mein Tipp: Ich habe gute Erfahrungen mit einem Sud aus Schachtelhalm gemacht. Zwei bis drei Tage hintereinander mit einer Sprühflasche auf die befallenen Pflanzen gesprüht, und schon geht der Befall deutlich zurück. Bisher hatte ich noch keine Probleme mit echtem Mehltau. Mehltau lässt sich aber mit Milch bekämpfen. Entfernen Sie zunächst wie bei allen Rosenkrankheiten die befallenen Pflanzenteile und besprühen die Pflanze alle paar Tage mit einer Mischung aus Rohmilch (keine H-Milch!) und Wasser im Verhältnis 1:8.

Die beste Pflanzzeit für Rosen ist der Herbst von Mitte Oktober bis Mitte Dezember. Besonders bei wurzelnackten Rosen sollten Sie unbedingt die Pflanzzeiten im Herbst und im Frühjahr (Mitte März bis Ende April) einhalten. Auch das Umpflanzen der Rose an den richtigen Standort ist in der Winterruhe stressfreier für die Pflanze als im Frühjahr.