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Das Wichtigste in Kürze
Das größte Problem bei der Rosenpflege
Häufigste Quellen für Schwierigkeiten in der Rosenkultur sind ein gestörtes Bodenmilieu und eine falsche Nährstoffversorgung. Auffälligstes Symptom: die Vergilbung der Blätter. Gelbe Blätter sind bei Rosen kein eindeutiger Hinweis auf ein Krankheitsbild oder Schädlingsbefall. Sie sind vielmehr ein unspezifischer Indikator für verschiedene Stressfaktoren. Ein plötzliches Vergilben, begleitet von raschem Blattabfall, deutet meist auf Sauerstoffmangel im Wurzelbereich hin. Verursacht durch Überwässerung oder mangelhafte Drainage bei Rosen im Kübel oder auf schweren Lehmböden. In diesen Fällen verdrängt das Wasser den für die Wurzelatmung essenziellen Sauerstoff. Und das führt zum Absterben der feinen Absorptionswurzeln. Die Folge: geschädigte Wurzeln können weder Wasser noch Nährstoffe aufnehmen und die Rose verdurstet und verhungert.
Nährstoffmängel manifestieren sich ebenfalls über die Blattfarbe. Ein gleichmäßiges Verblassen der älteren Blätter weist auf einen akuten Stickstoffmangel hin. Da Stickstoff in der Pflanze mobil ist, wird er bei Unterversorgung aus den älteren Organen abgezogen, die nach und nach blasser werden, und in die Wachstumsspitzen verlagert. Die Lösung besteht in der Gabe organischer, stickstoffbetonter Dünger wie der Rosendünger von David Austin.
Eine nachhaltige Verbesserung des Bodens für die Rosenkulturen ist der einzige Weg, um Nährstoffmangel zu bekämpfen. In schweren Lehmböden hat sich die Einmischung von reifem Kompost bewährt. Die gezielte Einbringung von Mikro-Organismen wie Mykorrhiza-Pilzen oder organischem Dünger fördert die Wurzelvitalität und erleichtert die Aufnahme von Wasser und schwer löslichen Phosphaten. Alfalfa, ein organischer Langzeitdünger, liefert zudem organisch gebundenen Stickstoff und enthält Triacontanol, ein Phytohormon, das das Triebwachstum stimuliert.
Rosenliebhaber unterschätzen häufig die Bedeutung des Rückschnitts im Frühjahr. Wer hier zu zaghaft vorgeht, sorgt für die Dominanz der Haupttriebspitze gegenüber den Seitenknospen. Die Folge: ein starkes kegelförmiges Höhenwachstum, kleinere Blüten und eine schlechtere Durchlüftung der Krone, was Pilzinfektionen begünstigt. Rosen-Experten plädieren für einen mutigen, strukturierenden Eingriff. Buschig wachsende Strauchrosen können ohne Probleme auf die Hälfte der Gesamthöhe eingekürzt werden. Schwache, spindeldürre Triebe und überaltertes Holz sollten Sie konsequent entfernen.
Der perfekte Schnitt: fünf Millimeter über einem nach außen zeigenden Auge, leicht schräg, um das Wachstum nach außen zu lenken und eine offene, kelchförmige Wuchsform zu fördern. Optimaler Zeitpunkt für den Hauptschnitt: parallel zur Blüte der Forsythien, meist zwischen Mitte und Ende April. Ein zu früher Schnitt im Spätwinter birgt das Risiko von Frostschäden an den frisch angeschnittenen Trieben.
Im Sommer verhindert das konsequente Entfernen verblühter Blütenstände, der Sommerschnitt (Deadheading), dass öfterblühende Rosen ihre Energie in die Samenbildung investieren. So fördern Sie einen neuen Blütenschub. Einmalblüher wie historische Rosensorten oder Wildrosen sollten Sie nicht schneiden, wenn Ihnen der herbstliche Fruchtschmuck wichtig ist. Die Hagebutten sind im Herbst und Winter eine beliebte Nahrungsquelle für viele Gartenvögel wie Amseln und Drosseln.
Blinde Triebe sind ein weiteres Thema, das viele Rosengärtner beschäftigt. Diese kräftigen, meist sehr langen Triebe produzieren viel Laub, aber keine Blütenknospen. Sie sollten um etwa die Hälfte bis zu einem starken, nach außen weisenden Auge zurückgeschnitten werden, um die Blütenbildung zu stimulieren.

Prävention & Schutz
Drei Pilzerkrankungen gehören zu den häufigsten Rosenkrankheiten. Auch hier lässt sich – wie bei der mangelnden Nährstoffversorgung – ein Problem direkt durch die Verfärbung der Blätter erkennen:
Die wirksamste Prävention besteht in einer strikten Hygiene: Abgefallenes, infiziertes Laub muss sofort aufgesammelt und über den Hausmüll entsorgt werden, um den Infektionszyklus zu unterbrechen. Eine luftige Pflanzung und der korrekte Auslichtungsschnitt sorgen dafür, dass das Laub nach Niederschlägen rasch abtrocknet. Die Bewässerung sollte stets bodennah erfolgen, niemals über das Blattwerk. Und wer die Abwehrkräfte seiner Rose stärken will, kann auf kaliumbetonte Dünger wie den Rosendünger von David Austin oder Schachtelhalmextrakt zurückgreifen. Sie stärken die Zellwände der Pflanze und erschweren das Eindringen von Pilzhyphen. Studien zeigen, dass Kalium die Pilzinfektionen um bis zu 70 % reduzieren kann
Blattläuse sind die häufigsten tierischen Schädlinge an Rosen und befallen bevorzugt junge Triebspitzen und Knospen. Ihr Saftentzug führt zu Verkrüppelungen der Knospen und kann die Bildung von Blindtrieben begünstigen. Ein sekundäres Problem ist der Honigtau, der die Blätter mit einem klebrigen Film überzieht und Schwärzepilzen ideale Bedingungen bietet. Statt der chemischen Keule empfehlen erfahrene Rosengärtner, einen moderaten Blattlausbefall zu tolerien. Dadurch lässt sich eine lokale Population von Nützlingen wie Marienkäfern, Schlupfwespen und Florfliegenlarven anlocken. Bei Überschreiten der Schadschwelle haben sich mechanische Methoden wie das Abstreifen der Kolonien per Hand oder der Einsatz eines harten Wasserstrahls bewährt. Chemische Mittel sollten nur im Ausnahmefall eingesetzt werden.
Nickende Blüten & Pegging
Englische Rosen sind für ihre prachtvollen, dicht gefüllten Blüten bekannt, die jedoch häufig nach unten hängen. Die Ursache liegt in der Züchtung auf voluminöse Blütenköpfe, die besonders bei jungen Strauchrosen die Festigkeit der Stiele überholte. Das Problem: Nach Regenfällen kollabieren die dünnen Stiele unter dem Gewicht der Blüten. Umso wichtiger ist der richtige Rückschnitt, um dünne Peitschentriebe, die unter der Blütenlast zusammenbrechen, gar nicht erst entstehen zu lassen.
Im Gegensatz zu klassischen Teehybriden, die straff aufrecht wachsen, weisen englische Rosen einen buschigen Wuchs auf. Ein zu tiefer Rückschnitt in das weiche Holz fördert die Bildung dünner Peitschentriebe. Der Strauch sollte im Frühjahr lediglich formgebend um ein Drittel bis maximal die Hälfte eingekürzt werden. So kann die Rose ein kräftiges Traggerüst aufbauen.
Eine spezielle Technik, das sogenannte „Pegging“, empfiehlt sich bei wuchskräftigen Sorten: Die langen Haupttriebe werden in einem Winkel von 45 Grad oder vollständig horizontal an Spalieren fixiert. Dadurch wird die Dominanz des Haupttriebs gebrochen und die Pflanze bildet zahlreiche kurze, kräftige Seitentriebe, die stabil und reichlich blühen.
Die eher ein gemäßigtes Klima gewöhnten englischen Rosen können in den immer wärmer werdenden Sommermonaten unter extremem Hitzestress leiden. Dann schließen Rosen ihre Spaltöffnungen, was zu einem Einbruch der Photosyntheseleistung führt. Die Blüten verkleinern sich, Farben verblassen und die Haltbarkeit der Einzelblüte sinkt. In Regionen mit starker Sonneneinstrahlung benötigen englische Rosen Standorte mit Morgensonne und Halbschatten ab Mittag. Eine Mulchschicht aus Kompost oder Rindenmaterial hilft, die Bodentemperatur zu senken und die Verdunstung zu minimieren.
Ein kardinaler Pflegefehler ist die späte Düngung mit stickstoffbetonten Präparaten. Ab Mitte Juli sollte ausschließlich Kalium zur Zellwandhärtung verabreicht werden, um einen mastigen Neuaustrieb und Frostschäden zu vermeiden. Vor Einbruch dauerhafter Fröste muss die Basis der Rose geschützt werden. Die empfindliche Veredelungsstelle sollte mit Erde und Kompost etwa 20 bis 25 Zentimeter hoch angehäufelt werden. Rindenmulch oder Torf sind hierfür ungeeignet, da diese Materialien die Temperatur nicht ausreichend puffern.
Rosen in Pflanzgefäßen sind besonders frostgefährdet, da der Frost den Wurzelballen von allen Seiten durchdringt. Der Topf sollte auf Füße gestellt werden, um die Drainage zu sichern und das Festfrieren am Boden zu verhindern. Das Gefäß wird mit dämmenden Materialien wie Jute, Kokosmatten oder Luftpolsterfolie umhüllt. Reduzieren Sie die Bewässerung auf ein absolutes Minimum an frostfreien Tagen.