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Schuhe richtig putzen & pflegen

WIE PFLEGE ICH MEINE LEDERSCHUHE?

Ein Sprichwort besagt alte "Freundschaften und gute Schuhe brauchen am meisten Pflege". Da ein angenehmes Äußeres auf Freunde und Fremde gleichermaßen Eindruck macht, tragen gepflegte Schuhe indirekt zur Freundschaftspflege bei. Schuhpflege kann aufgrund der Konzentration auf eine wesentliche Handlung auch beim Stressabbau helfen. Als meditative Tätigkeit wird die Pflege Ihrer Lederschuhe so zur Anti-Stress-Therapie. Führen Sie eine Pflegeroutine für Ihre Schuhe ein und achten Sie nicht nur bei Ihren Schuhen, sondern auch bei der Wahl der Pflegemittel auf Qualität.

Ratgeber zur Pflege von Lederschuhen

Besonders im Herbst und Winter verlangen Regen, Schnee und Eis den Schuhen viel ab. Um die Widerstandskraft gegenüber Nässe und Schmutz zu stärken, sollten Sie Ihre Lederschuhe alle zwei bis drei Wochen pflegen. 

Im Folgenden finden Sie einige Tipps und Tricks, mit denen Sie Ihre Schuhe auf Vordermann bringen. Die richtige Pflege Ihrer Schuhe hat einen weiteren Nebeneffekt: Gute Pflege sorgt zuverlässig für eine längere Haltbarkeit der Schuhe und damit auch für mehr Freude an Ihren Lieblingsschuhen. Außerdem tun Sie sich selbst und der Umwelt etwas Gutes.

Das erwartet Sie in unserem Ratgeber zur Schuhpflege:

Was brauche ich zur Schuhpflege?

Die passenden Werkzeuge

Zunächst brauchen Sie neben den Pflegemitteln das passende Arbeitswerkzeug für jeden Arbeitsschritt: 

  • Spezielle Bürsten für die Entfernung von grobem Dreck.
  • Zum Auftragen der Schuhcreme brauchen Sie sogenannte Auftragbürsten.
  • Flüssige Pflegemittel werden dagegen mit einem Tuch oder einem Schwamm eingerieben.
  • Und zum Polieren sollten Sie eine Polierbürste zur Hand haben.
TIPP

Um Schäden durch falsche Pflegemittel zu vermeiden, sollten Sie auf keinen Fall für alle Lederarten das gleiche Lederpflegemittel benutzen. Auf zwei unterschiedliche Schuhcremes für helle und für dunkle Schuhe sollten Sie nicht verzichten.

Die richtige Pflege für Schuhe aus Glattleder

Eine Anleitung in 7 Schritten

Schritt 1: Aussenkeln

Zuerst entfernen Sie die Schnürsenkel. So werden Sie beim Putzen nicht behindert und verhindern, dass die Schnürsenkel Schuhcreme oder Wachs abbekommen. Außerdem können Sie nur so den Schnürbereich der Schuhe optimal putzen.

Schritt 2: Sorgfältige Vorreinigung

Entfernen Sie mit einer Staubbürste groben Dreck und Straßenstaub. Besonders verschmutzte Outdoorstiefel befreien Sie zuerst mit einem Lappen von Schlamm und Erde. Bürstenstiel oder Messer sind bewährte Helfer gegen angetrockneten Dreck. Und mit einer speziellen Rahmenbürste können Sie den Bereich zwischen Oberleder und Schaft reinigen.

 

Schritt 3: Schuhcreme auftragen

Jetzt können Sie mit einer Bürste oder einem Schuhputztuch die Schuhcreme auftragen. Fangen Sie an einer unauffälligen Stelle an – z.B. an der Ferse. Und testen erst einmal, ob Pflegemittel und Leder sich vertragen. Warten Sie nicht mit dem Polieren. Angetrocknete Schuhcreme lässt sich nur sehr schwer wieder aufpolieren.

Schritt 4: Schuhrahmen pflegen

Wer auch dem Schurahmen Pflege gönnen will, erhält im Fachhandel spezielle Pflegemittel. Allerdings sollten Sie vorsichtig damit umgehen. Sie wollen schließlich nicht, dass dieses Pflegemittel sich auf das Oberleder überträgt. Hier gilt wie bei jedem Schuhputzmittel die Regel weniger ist mehr. Am besten geben Sie zunächst etwas Pflegemittel auf die Sohle und bearbeiten dann den Rahmen. Nach ungefähr 5 Minuten Einwirkzeit können Sie kleine Rückstände mit einer Bürste entfernen.

Schritt 5: Wachs & Witterungsschutz

Für den Witterungsschutz empfehlen wir Ihnen Wachs aufzutragen. Auch hier sollten Sie zunächst an der Ferse prüfen, ob das Leder sich mit dem Wachs verträgt.

TIPP

Verteilen Sie das Wachs für einen optimalen Schutz gegen Nässe auch zwischen Rahmen und Oberlederschaft. Dort läuft gerne mal Wasser in den Schuh.

 

 

Schritt 6: Polieren

Nachdem auch das Wachs 5 bis 15 Minuten Zeit hatte einzuziehen, bringen wir die Schuhe noch auf Hochglanz.  Vermeiden Sie zu starken Druck und bürsten sanft, aber schnell, um überschüssiges Wachs zu entfernen. Die meisten benutzen hierfür eine Polierbürste. Maximalen Glanzeffekt erzielen Sie mit einem Schaffellhandschuh.

TIPP

Nylonstrümpfe haben einen ähnlichen Effekt. Einfach die Strümpfe über die Polierbürste streifen und verknoten. Durch das Nylon entsteht eine größere Reibungshitze, die Wachse schmelzen besser und verbinden sich, wodurch ein schöner Glanzeffekt entsteht.

Schritt 7: Sohlenpflege

Zum Schluss sollten Sie die Sohlenpflege nicht vergessen. Spezielles Pflegeöl schützt die Sohle davor auszutrocknen und brüchig zu werden. Unbehandelte Sohlen besitzen auch weniger Widerstandskraft gegenüber Nässe. Mit einem Malerpinsel lässt sich das Sohlenöl am besten auftragen. Nach zehn Minuten Einwirkzeit können Sie Überreste des Öls abtupfen und den Schuhspanner einsetzen.

TIPP

Halten Sie ca. einen Zentimeter Abstand zum Sohlenrand und treiben das Öl von dieser Stelle aus vorsichtig nach außen. Sonst laufen Sie Gefahr, dass sich das aggressive Öl auf dem Oberleder ausbreitet.

Die richtige Pflege für Schuhe aus Veloursleder

Eine Anleitung in 7 Schritten

Schritt 1: Aussenkeln

Der erste Schritt ist immer die Entfernung der Schnürsenkel.

Schritt 2: Sorgfältige Vorreinigung

Staub und groben Dreck mit der Staubbürste entfernen. Nutzen Sie hierfür eine synthetische Bürste. Schuhbürsten aus Naturkautschuk verkleben gern.

Schritt 3: Flecken entfernen

Flecken auf Veloursleder können Sie mit speziellen Radiergummis entfernen. Es gibt zwei Typen: einen großen, weichen Leder-Radierer und einen kleineren, härteren für hartnäckige Flecken.

TIPP

Nutzen Sie am Anfang die weiche Variante und bearbeiten damit auch die restliche Oberfläche. Durch das Aufrauen wird der Lederflor wieder aufgestellt und kleine Unebenheiten werden ausgeglichen.

 

 

Schritt 4: Pflegemittel auftragen

Jetzt können Sie das Pflegemittel einarbeiten. Hier gilt, weniger ist mehr. Seien Sie sparsam und wiederholen den Vorgang lieber mehrmals.

Schritt 5: Sohlenpflege

Die Sohlenpflege sollte bei Schuhen aus Rauleder auch nicht zu kurz kommen. Am besten behandeln Sie die Schuhsohlen mit farblosem Wachs. Vergessen Sie nicht auch ein wenig Wachs auf den Sohlenrand aufzutragen.

TIPP

Schmutz zwischen Schaft und Sohlenrand können Sie mit einer Universalbürste entfernen. Nutzen Sie hierfür die Bürste mit einer kleinen Kante.

 

 

Schritt 6: Imprägnieren

Damit das Imprägniermittel optimal vom Veloursleder aufgenommen werden kann, sollten Sie zunächst den Lederflor mit einer Bürste aufstellen. Danach können Sie das Spray großzügig aufsprühen.

TIPP

Nehmen Sie eine Bürste mit Bronzeborsten, die sind weniger hart als die Borsten aus Messing. Denn weiches Wildleder wie Velours ist empfindlich.

Schritt 7: Schuhspanner einsetzen

Als letzten Schritt empfehlen wir, die Schuhe mit einem Schuhspanner auszustatten. Der Schuhspanner hält den Schuh in Form. Wollen Sie dem Schuh zusätzlich Feuchtigkeit entziehen, nehmen Sie einen Schuhspanner aus Zedernholz.

Die passenden Pflege- und Hilfsmittel

für die verschiedenen Lederarten

Schuhe aus Glattleder

Für Schuhe aus Glattleder eignen sich Hartwachspasten. Sie schützen das Leder und verleihen Ihren Schuhen einen besonderen Glanz. Ebenfalls für Glattleder geeignet sind Emulsionscremes. Sie dringen tiefer in das Leder ein und dienen der Tiefenpflege und Farbauffrischung.

Weiches Leder

Flüssige Pflegemittel sind Alleskönner für Lederbekleidung, Ac­cessoires, Lederschuhe, aber auch für Möbelleder. Lederöle sind ebenfalls für alle Lederwaren geeignet, aber besonders für weiches Leder.

Spezialfall Lackleder

Spezielle Sprays und Schaum eignen sich für Lacklederschuhe und Schuhe aus geflochtenem Leder. Sie sorgen für beständige Elastizität.

Rauhleder pflegen

Imprägniersprays oder flüssige Imprägniermittel, die mit einem Schwamm ins Leder einmassiert werden, machen Rauleder widerstandsfähig gegenüber Nässe und Feuchtigkeit. Mit speziellen Bürsten für Raulederschuhe wie z. B. Nubuk- und Veloursbürsten können Sie das Leder wieder aufrauen.

Profi-Tipps

Schuhpflege kann einfach sein

  • Wählen Sie einen gut beleuchteten Ort für die Schuhpflege aus.
  • Schützen Sie Ihre Kleidung und Hände mit einer Schürze und Handschuhen vor Flecken.
  • Nehmen Sie sich Zeit für die Pflege Ihrer Schuhe.
  • Legen Sie sich vorher alle Pflegeutensilien griffbereit zurecht.
  • Nehmen Sie alte Zeitungen als Arbeitsunterlage, um den Tisch oder Boden vor Flecken zu schützen.
  • Geben Sie den Pflegemitteln Zeit zum Einziehen: Bevor Sie mit dem Polieren beginnen, warten Sie bei Cremes mindestens 15 Minuten und bei Hartwachspasten eine Stunde. Währenddessen können die Pflegeöle in das Leder einziehen, Lösungsmittel verdunsten und Wachse aushärten.
  • Massieren Sie nach der Wartezeit letzte Schuhcreme-Reste ins Leder und nehmen überschüssige Creme mit einem Tuch auf.

Wertvolle Schuhe richtig behandeln

Benutzen Sie stets einen Schuhanzieher und zum längeren Aufbewahren Schuhspanner. Beides verhindert, dass der Schuh seine Form verliert. Mit dem Schuhspanner reduzieren Sie Gehfalten und beim Gebrauch eines Schuhanziehers vermeiden Sie, dass die Ferse unnötig geknauscht wird. Schuhspanner aus Holz ziehen außerdem Feuchtigkeit aus den Schuhen.

Bei nassem Wetter sind Galoschen eine gute Idee. Diese Überziehschuhe aus Gummi gibt es mittlerweile auch für Damenschuhe. Sie schützen den Schuh vor Schmutz und Nässe. Bei richtig kaltem Wetter sorgen Sie für extrawarme Füße. Galoschen lassen sich mit Gummistiefel-Pflegemitteln pflegen. Diese Sprays sorgen dafür, dass das Gummi nicht so schnell spröde wird.

Die 8 größten Irrtümer der Schuhpflege

Omas Tipps sind nicht immer gut

1. Hautcreme:  

Nur gut für die Haut. Sorgt leider für Fleckenbildung im Leder.

2. Buttermilch: 

Besser selbst trinken. Fördert nämlich die Schimmelbildung im Leder.

3. Butter: 

Glänzt leider nicht – erzeugt nur ranzige Flecken im Leder.

4. Olivenöl: 

Besser nur zum Kochen verwenden, überfettet Leder (wie alle Speiseöle).

5. Bananenschalen: 

Gehören in den Müll. Sie sorgen auf Leder nur für Flecken und Schimmel.

6. Urin (als Lederdehner): 

Besonders beliebter Tipp bei Soldaten; macht das Leder aber im Gegenteil nur noch härter.

7. Kohlestaub zum Schwärzen: 

Neben einer Riesensauerei trocknet der Staub das Leder aus und zerkratzt die Lederoberfläche.

8. Weißwein: 

Neutralisierung von Rotweinflecken mit Weißwein ist bei Bekleidung und Leder reiner Unfug. Besser auf den Schreck ein Glas Weißwein trinken.

Kleine Schäden reparieren

Fünf Tipps zur Selbsthilfe

  • Kleinere Flecken und Beschädigungen lassen sich bei Lacklederschuhen mit farblosem oder farblich passendem Nagellack überdecken.
  • Beschädigte Stellen lassen sich bei weißen Lederschuhen mit Schuhweiß oder zur Not auch Tipp-Ex ausbessern.
  • Bei dunklen Schuhen hilft an kleinen beschädigten Stellen ein Permanentmarker.
  • Beschädigte Sohlen können Sie mit feinem Schleifband anschleifen und danach eine passende Sohlenfarbe auftragen.
  • Auch den Sohlenrand können Sie mit der Sohlenfarbe ausbessern – aber passen Sie auf, dass der restliche Schuh nicht damit in Kontakt kommt.