Telefon

Unseren Service erreichen Sie
täglich von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter
02225 8808 100

Unser Kundenservice

Die feine englische Art

Die feine englische Art

Gern schicken wir Ihnen sofort den aktuellsten Katalog per Post ins Haus. Füllen Sie hierzu einfach unser Bestellformular aus.

Jetzt Katalog bestellen

Unsere Kataloge sind immer ein Lesevergnügen. Es macht einfach Spaß, darin zu blättern und immer wieder Neues, Interessantes und Ungewöhnliches (eben typisch Britisches) zu entdecken!

Im Katalog blättern

Der Waistcoat

Britische Westen

Die Weste (englisch waistcoat) gehört traditionell zum dreiteiligen Anzug, macht jedoch auch solo eine gute Figur. Herren tragen einen "Waistcoat" meist passend zum Sakko, doch auch Damen können mit einer taillierten Weste ihr Outfit aufwerten. Welche Weste am besten zu Ihrem Stil passt und wie Sie Westen richtig tragen, erfahren Sie in unserem Styleguide.

Als "Erfinder" des Waistcoat gilt Charles II. von England. Er trug als Reaktion auf die dominante französische Mode eine weniger formelle und kürzere Weste unter einem längeren Mantel und erfand so ganz nebenbei den dreiteiligen Anzug, wie er später modern wurde. Die moderne, taillierte Form der Weste kam im 19. Jahrhundert auf. Prinz Albert – der Ehemann von Königin Victoria – machte diese Art der englischen Weste populär. Inspiriert vom Reitsport trug der modebewusste Herr enge Westen, die seine Silhouette formten. Doch die Weste blieb nicht lange Geheimtipp des Adels.

Westen: Vom Adelsliebling zum Outdoor-Basic

Das feucht-nasse Wetter in Großbritannien machte die Tweedwesten aus Wolle schnell auch beim nichtadeligen Volk beliebt. Denn die warmen Westen sind eine perfekte Ergänzung zum Mantel. Geben Rücken und Nieren an kalten Tagen eine Extraportion Wärme. Ist die Wetterlage günstig, dient das Gilet als praktischer Jackenersatz. Ärmellose Westen bieten größtmögliche Bewegungsfreiheit, nicht nur im Outdoorbereich.

Einen Hauch Exzentrik erhielt die klassische Anzugweste mit der Dandy-Bewegung des 19. Jahrhunderts. Westen wurden nicht mehr nur passend zum Anzug gewählt. Wer Stil beweisen wollte, trug Westen in bunten Farben oder mit auffälligen Mustern. Heute sind Glencheck und Fischgrat, wie auch die Tartanmuster längst Klassiker der Tweedmode.

Besonders vielseitig, modisch und praktisch zugleich, zeigt sich die Weste im 21. Jahrhundert. Stilvoll als Tweedweste zum Anzug. Lässig im Casual Style mit Jeans. Nicht zu vergessen die unverzichtbaren Begleiter für unterwegs: Outdoorwesten. Welche Weste zu Ihrem persönlichen Stil passt entscheiden Sie selbst.

 

Stoffwesten & Outdoorwesten

Für jeden Anlass die richtige Weste

Tweedwesten

Wieder solo unterwegs? Vielen ist die klassische Kombi von Tweedweste und Sakko zu langweilig geworden. Als Sakkoersatz sieht die Tweedweste mit Reverskragen nicht mal schlecht aus. Möglich machen das die Westen mit stoffgleichem Rücken. Auch die Damen wissen die neue Armfreiheit und den ungezwungen Stil moderner Tweedwesten zu schätzen. Mit einer Weste aus Harris Tweed zeigt Frau Stil und überlässt den Retro-Look nicht nur den feinen Herren. Leicht tailliert und im figurbetonten Schnitt passen Damenwesten aus Tweed zu vielen Looks. 

Ganz klassisch zum Tweedblazer mit Businessbluse für den seriösen Bürolook. Oder lässig mit Cape im Winter. Tweedwesten lassen sich vielfältig kombinieren. Als Faustregel gilt: Je auffälliger die Weste, desto dezenter sollte der Rest des Outfits ausfallen. Karierte Westen kombinieren Sie am besten mit einer klassischen Bluse in Weiß oder Blau. Im Winter empfehlen wir einen Wollpullover im Feinstrick. Westen ohne Muster und in einer Farbe lassen Spielraum für gemusterte Hemden und Shirts. Natürlich achten Sie darauf, den Fauxpax schlechthin zu vermeiden: keine kurzärmeligen Shirts unter einer Weste.

Outdoorwesten & Steppwesten

Outdoorfans lieben sie: die Steppweste. Diese Weste begleitet Wanderer und Segler bei jedem Wetter. Im Sommer als ultraleichte Variante, im Winter mit wärmender Wattierung. Aber immer aus modernen atmungsaktiven Funktionsmaterialien und im sportiven Look. 

Die Outdoorwesten von Wellington of Bilmore gehören nicht nur für Angler zur Standardausrüstung. In den vielen großen Taschen lässt sich einiges verstauen. Ob bei der Gartenarbeit oder beim Wanderurlaub: ohne störendes Futter tragen sich diese Herrenwesten immer angenehm leicht. Funktionswesten aus atmungsaktiven Baumwollgewebe sind die Allrounder für Ihr Outdoor-Erlebnis. 

Ein weiterer Pluspunkt: dank der leichten Westen können dicke Steppjacken noch im Schrank bleiben. Bei schönem Wetter lassen sich die unkomplizierten Begleiter für die Übergangszeit einfach und schnell im Rucksack verstauen.

Walkweste & Teddyweste

Sie suchen eine Alternative zu den Funktionsmaterialien der klassischen Outdoorwesten? Dann empfehlen wir Ihnen die Walkweste. Sie ist ebenso atmungsaktiv und strapazierfähig wie die künstliche Konkurrenz. Wollfilz macht das möglich. Durch das Walken entsteht ein dichter Wollstoff, der wasserabweisend und winddicht ist.

In der Übergangszeit dient die warme Wollweste als Jackenersatz. Hält Nieren und Rücken warm, gibt aber maximale Bewegungsfreiheit. Unter der Winterjacke sorgt die Weste mit Stehkragen für zusätzliche Wärme. Immer griffbereit, anpassungsfähig und platzsparend für den Rucksack. Fazit: Ein unkompliziertes Basic für das ganze Jahr.

Wer es im Winter eine Spur wärmer mag, findet in der Teddyweste den passenden Begleiter. Das kuschelig weiche Kunstfell wärmt schon solo über Langarmshirt oder Pullover. Kombiniert mit Parka oder Regenjacke spendet die Weste im nasskalten Wetter zusätzliche Wärme. 

 

Cordwesten

Mit Cordwesten unterstreichen Sie Ihren individuellen Stil. Denn der robuste und langlebige Baumwollstoff liegt wieder im Trend. Vorbei die Zeit als Cord nur für Zunfbekleidung taugte. Die hochwertigen Cordstoffe von Brisbane Moss verleihen den Herrenwesten erst ihren authentischen Look. Durch den Breitcord sind die Westen weniger anfällig für Schmutz.

Traditionell kombinieren Sie die Cordweste mit einem passenden Cordsakko. Aber auch solo nur über Hemd und Jeans getragen verfehlt diese Weste ihre Wirkung nicht. Stilvoll wird der Look mit einem eleganten Wintermantel oder einem Tweedsakko mit Anzughose oder Chino. Je nachdem wie Sie die Cordweste inszenieren möchten komplettieren derbe Boots den authentischen Look. Oder elegante Schnürrschuhe wie Derby und Brogue das stilvolle Cord-Outfit.

Leinenwesten

Suchen Sie die Sommervariante der klassischen Tweedweste? Westen aus irischem Leinen bieten optimalen Tragekomfort auch beim schönsten Sommerwetter. Und der typische Edelknitter verleiht den Sommerwesten einen lässigen Look. Wem unifarbene Westen zu langweilig sind, der zeigt sich typisch britisch mit Schottenkaro.

Vielfältige Sommerlooks lassen sich mit Leinenwesten inszenieren. Mit Bluse kommt die Damenweste aus Leinen mit ins Büro. Für den legeren Freizeitlook empfehlen wir die maritimen Streifenshirts von Saint James. Authentisch wird der Look mit einer klassischen Schirmmütze.

Lederwesten

Cabriowesten aus weichem Nappaleder beweisen: Lederwesten sind nicht nur etwas für Trachtenliebhaber. Mit praktischen Details wie einem Stehkragen und Funktionsfutter sind diese Lederwesten von Beaver's bestens geeignet für die sommerliche Cabriotour.

Handschuhweiches Veloursleder zeichnet die Lederwesten von Wellington of Bilmore aus. Wer die Herrenweste aus Leder nur mit Hemd kombiniert, kann sicher sein: Vorder- und Rückenteil besteht komplett aus feinstem Ziegenvelours.

Die Art des Leders bestimmt bei diesen Westen den Look. Rustikal und traditionell wirken Lederwesten aus Veloursleder, modern und zeitlos die Westen aus Glattleder. Für den besten Tragekomfort haben einige der Lederwesten einen verstellbaren Rückenriegel. Mit ihm lässt sich die Taillenweite anpassen. 

Lederwesten erhalten mit der Zeit eine schöne Patina und halten bei richtiger Pflege ein Leben lang. Wer mehr über die Pflege der verschiedenen Lederarten erfahren will, findet die Infos in unserem Ratgeber zur Lederpflege.

Westen richtig tragen

Wie finde ich die passende Weste?

Wie ist der perfekte Sitz für eine Weste?

Die gute Nachricht zuerst: Westen machen schlank. Um den Effekt maximal auszunutzen, sollte die Weste nicht zu eng sein. Es soll schließlich noch ein Hemd bzw. eine Bluse unter den Waistcoat passen. Gerade solo getragen wirken Sie in zu enger Weste korpulenter. Wenn Sie im Winter ein dickeres Hemd oder einen Pullover unter Ihrer Weste tragen wollen, ist es ratsam, sicherheitshalber eine Nummer größer zu bestellen. Das Gilet sollte aber auch nicht zu locker sitzen. Perfekt sitzt die Weste, wenn sie weder einschnürt noch seitlich absteht. Figurformend verschafft die passgenaue Weste Ihnen eine schlanke Silhouette und trägt nicht auf. 

Wie lang sollte eine Weste sein?

Ganz klar, bis zum Gürtel. Denn länger als bis zum Hüftknochen sollte keine moderne Weste reichen. Lassen Sie die Finger von zu kurzen Westen. Bei ihnen besteht die Gefahr, dass am unteren Rand ein Stück vom Hemd hervorblitzt oder gar der Gürtel zu sehen ist. Bei der Wahl der richtigen Westen-Größe unterstützt Sie unser Größenberater.

Die ideale Passform für Westen

Die meisten Westen der Marken Charles Robertson und Beaver's werden in der klassischen Passform Regular Fit angeboten. Im Gegensatz zum schmalen Slim Fit sind Westen im Regular Fit zwar figurbetont, aber bequem. Mit ihrem geraden Schnitt und der leicht taillierten Form besitzen diese Westen die ideale Passform. Seltener haben wir Modelle im Modern Fit für Sie im Angebot. Diese etwas modischere Passform eignet sich für Westenträger, die einen körpernäheren Sitz der Weste bevorzugen.

 

 

Westen-Knigge

Wie kombiniere ich Westen stilsicher?

Klassisch: Die Anzugweste

Im Dreiteiler wirkt die Weste besonders edel. Für diesen klassischen Look wird die Weste in Farbe, Muster und Stoff auf den Rest des Anzugs abgestimmt.

Wenn Ihnen dieser Look zu eintönig ist, dann setzten Sie auf einen dezenten Kontrast. Wählen Sie zu Sakko und Anzughose eine Weste in zwei Farbnuancen heller oder dunkler. So erzielen Sie einen schönen Effekt, der den allzu klassischen Stil des Anzugs aufbricht. 

Stilsicherheit beweisen Sie, wenn das Revers von Sakko und Weste perfekt übereinstimmen. Jetzt fehlt nur noch Schleife oder Krawatte und das obligatorische Einstecktuch. Schon ist der Look perfekt.

TIPP

Wählen Sie die Accessoires in einer Farbe, die sich vom Rest des Outfits abhebt. Und nicht vergessen: Zum Anzug tragen Sie die Weste geschlossen. Bis auf den untersten Knopf, der bleibt wie beim Sakko immer offen.

 

 

Westen als Sakkoersatz

Nicht weniger stilvoll, aber dafür weniger steif wirkt die Weste als Sakko- oder Blazer-Ersatz. Wer Westen solo tragen will, sollte darauf achten, dass die Weste einen stoffgleichen Rücken hat. Anzugwesten haben einen Taftrücken. Dieser Westenstoff sorgt dafür, dass die Weste leichter unter das Sakko passt. Macht Anzugwesten aber ungeeignet für den Soloauftritt.

Allein getragen, lässt die Weste mehr Spielraum für unkonventionelle Looks. Klassische Tweedwesten und sommerliche Leinenwesten machen allein oft eine bessere Figur. Jetzt können Sie die Weste auch leger offen tragen. So wirken die figurbetonten, auf Taille geschnittenen Westen im Alltag lässig elegant. Gareth Southgate, Trainer der britischen Nationalmannschaft, hat mit seinen Westen bei der WM 2018 bewiesen: Stoffwesten sind wieder modern und beliebt wie nie. 

Wollen Sie so stilvoll unterwegs sein, wie Mr Southgate? Dann tragen Sie ein passendes klassisches Hemd oder die einfarbige Businessbluse unter der Weste. Oder Sie sind etwas mutiger und kombinieren ein gemustertes Hemd zum Gilet. Wir empfehlen die Kombi Streifenshirt und Jeans oder Chino. Das verleiht der Weste einen modernen, frischen Look. Wer es einen Hauch britischer mag, trägt zur einfarbigen Weste ein Shirt mit Karomuster wie dem beliebten Glencheck.

Karierte Westen kombinieren

Vorsicht ist geboten bei karierten Westen. Hier sollten Sie auf einfarbige Oberteile zurückgreifen. Ein starker Muster-Mix kann schnell zu aufdringlich wirken. Bei den Damen lässt sich die klassisch karierte Weste besonders vielfältig kombinieren. Ganz traditionell mit Blazer oder im Smart Casual Style mit einem Cape kombiniert beweist die Tweedweste, wie wandlungsfähig und vielseitig Harris Tweed getragen werden kann.

Für den Sommer wirken Damenwesten übrigens noch lässiger, wenn wir sie mit einer Longbluse kombinieren. Dann kann die Weste auch ruhig etwas kürzer sein. Wird doch der lässige Stil betont, je mehr wir von der Longbluse unter der Weste sehen.